(Ulm 1698 - 1767 Augsburg). Lockjagd auf den Hirschen. 2 lavierte Bister-Federzeichnungen. Um 1760. Format jeweils 21,5 x 35,5 cm. Jeweils an der Einfassungslinie geschnitten, von schmalem Goldpapierstreifen gefasst und alt auf Linienpapier mit grün getuschter Paspelierung sowie das Ganze wiederum alt auf Karton mit schwarz getuschtem Rand montiert.
1. Das Rehe blatten! oder Wie die Rehe aufs blatt geschossen Werden. Zur Rechten macht der Bock den Todessprung. Links im Gebüsch der Jäger nebst blattendem Gehilfen, bei skizzierter Schusslinie das Gewehr noch im Anschlag haltend. Auf verso montiertem Untertext zeitgenössisch in brauner Feder bezeichnet 'Johan(n) Elias Ridinger inv. et del: 1758' sowie betitelt und mit sechszeiliger Erläuterung zur Jagd mittels Rehblatt.- Großformatige nicht im Stich ausgeführte Zeichnung zur Lockjagd.- Die Zeichnung befand sich offensichtlich nicht im umfangreichen zeichnerischen Nachlass, den J.A.G. Weigel 1830 in Leipzig übernahm und ist auch in anderen renommierten Beständen nicht nachweisbar, wurde somit wohl noch von Ridinger selbst oder bald nach ihm abgegeben.- 1 kleine Beschabung in der Darstellung. 2. Rufjagd auf den Hirschen.- Pendant zum ersten Blatt, aber ohne jede Schrift.- Die großformatige, nicht im graphischen Werk vorhandene Zeichnung zeigt die Anlockung des Brunfthirsches mittels Hirschruf, während der Jäger bereits auf ihn anlegt.- Beide Zeichnungen sind denkbar als Teile einer nicht weiterverfolgten Serie zur Jagd mittels Lockruf.- Siehe auch den Ausstellungskatalog 'Schöne Beute - Bilder von der Jagd' der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung Bitburg (2013).- Provenienz: Lüder H. Niemeyer.
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Sachgebiete: Graphik, Jagd, Zeichnungen
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