Anweisung zu der Zufriedenheit der Menschlichen Seele, Als dem höchsten Gute dieses zeitlichen Lebens, Denen Gelehrten zu Gefallen [...]. Andere verbesserte Auflage. (In einem Sammelband mit 6 weiteren seltenen Schriften zur späteren Reformationsgeschichte.) Leipzig, im Selbstverlag, 1726. 24 Bll., 352 SS., 12 Bll. 8°, Halbpergament der Zeit, Altersspuren, stärker berieben und bestoßen, das Pergament angegraut.
Ziegenfuß II, 389. ADB XXIX, 467. – Andreas Rüdiger (1673-1731), Arzt und Philosophieprofessor in Halle und Leipzig, war Schüler von Christian Thomasius und Gegner der Leibniz-Wolffschen Philosophie. – Es folgen in der Reihenfolge der Bindung: I. REINHARD, L., Grund-Riß einer überzeugenden Belehrung von der Vortreflichkeit der Evangelisch-Lutherischen Religion. Jena, Cröker, 1730. 94 SS., 1 Bl. (Verlagsanzeigen). – Meusel XI, 173. – Lorenz Reinhard (1700-1752) hatte in Jena bei Budde studiert und verfaßte ein Lehrbuch der Dogmatik, das große Verbreitung fand. "Alles ohne Originalität und ohne bleibenden Werth, aber dem Zeitgeschmack sich anschließend" (ADB XXVIII, 66). II. BERND, A., Unterscheid der Morale Christi und der Pharisäer. Leipzig, Heinsius, 1727. 1 Bl., 206 SS. – NDB II, 106. – Adam Bernd (1676-1748) wurde aus dem Predigtamt entlassen, nachdem er unter dem Pseudonym Christianus Melodius die lutherische Lehre angegriffen hatte. "Interessant ist er, weil in seiner empfindsamen Seele sich Zeitalter begegnen und verschiedene geistige Welten miteinander ringen" (NDB). III. COLLIN, F. E., Schrifftmäßige Vorstellung von denen Privat-Versammlungen, oder von denen besondern Erbauungen glaubiger Christen untereinander. Frankfurt, Sand, 1726. 8 Bll., 112 (recte 128) SS. – Jöcher-A. II, 417. – Friedrich Eberhard Collin (1684-1727) wurde wegen seiner pietistischen Lehren aus dem Predigtamt entlassen. IV. MOSHEIM, J. L. VON, Gedancken über die Lehre von dem Ende der Höllen-Straffen. Coburg, Hagen, 1728. 4 Bll., 48 SS. – Meusel IX, 350. – Johann Lorenz von Mosheim (1694-1755) "war nicht bloß der angesehenste protestantische Theologe, sondern auch einer der ersten deutschen Gelehrten und Schriftsteller seiner Zeit überhaupt" (ADB XXII, 397). V. (ARNOLD, G.), Die Zeichen dieser Zeit, bey dem Anfang der instehenden Trübsalen, erwogen von einem, der damit gute Absichten hat. Aschersleben, Struntz, 1698. Mit gestoch. Titelvign. 3 Bll., 106 SS. – VD 17 14:010705M. – Vgl. Dünnhaupt 13.1. – Eine von zwei Ausgaben im selben Jahr. VI. DAUT, J. M., Meditationes oder geistliche Betrachtungen, so wohl über die heutige Heuchel-Christen und scheinheilige Pietisten, als andere Materien. O. O. und Dr., 1711. 2 Bll., 51 SS., 3 Bll. – Wetzer-W. III, 1403. – Der Schuster und chiliastische Prophet Johann Maximilian Daut (1656-1736) fand mit seinen Schmähungen gegen das Luthertum eine große Anhängerschaft. – Gering fleckig, leicht gebräunt. - An anthology containing 7 rare writings on the later history of the Reformation. Slightly stained, slightly yellowed.
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