Govert Bidloo: Ten huwelijke van Den Wel-ed. Heere, Rutgerd Mogge, van Haamstede en De Wel.-Ed. Juffer, Agatha, Wendela, Hooft; Getrouwd Binnen Woerden, den 8sten van Wiedemaand in het Jaar 1706. (Ohne Ort), (ohne Drucker), [1706]. 10 unn. Seiten; mit einer gestochenene Vignette. Flexibler Pappband der Zeit, mit Spiegeln und Bezug aus Brokatpapier. 20 x 27,5 cm.
OCLC / KVK zeigen lediglich Exemplare in den Niederlanden; sonst keine Exemplare weltweit in Bibliotheken nachweisbar. – Das Brokatpapier nicht bei Haemmerle: Eine Diana mit Speer ist dort nur für Nr. 145 verzeichnet, stimmt jedoch in den anderen Motiven nicht überein. – Hochzeitsgedicht von Govard Bidloo (1649–1713) auf die Vermählung von Rutgerd Mogge und Agatha Wendela Hooft im Jahr 1706. Die gestochene Vignette zeigt ein Spiegelmonogramm und das Motto „Felices ter et amplius, quos irrupta tenet copula“. – Govard Bidloo (1649–1713; auch Govert, Godefridus, Gottfried) war ein niederländischer Chirurg, Anatom, Hochschullehrer und Leibarzt. In seinen jüngeren Jahren trat er auch als Dichter im Goldenen Zeitalter der Niederlande hervor: Von ihm stammt das Libretto zur ersten Oper in niederländischer Sprache. 1685 veröffentlichte er einen anatomischen Atlas. Von 1694 an lehrte er Anatomie und Chirurgie in Leiden. Ab 1695 war er zugleich der Leibarzt von Wilhelm III. von Oranien (vgl. Wikipedia). – Rutger Mogge (1682–1729; auch: Rutschert Mogge) war ein zeeländischer Regent, Herr von Haamstede, Koudekerke und Welland und bekleidete zahlreiche Verwaltungsämter in Zeeland. Er war Mitglied des Rates, Stadtrat und später Bürgermeister von Zierikzee; außerdem Oberdekan der Schifferzunft, Regent des Waisenhauses, Lehnsmann der Grafschaft Zeeland und Verwalter des „Honderdste Penning“ über Duiveland. Mit seiner Frau Agatha Wendela Hooft (1681–1721) bewohnte er Schloss Haamstede (Schouwen-Duiveland), wo er 1729 auch starb. – Die letzte Seite mit zeitgenössischen figürlichen Skizzen, Notizen und kalligraphischen Übungen in Tinte. – Provenienz: Handel, Niederlande. – Brokatpapier stellenweise etwas oxidiert und berieben. Bindebänder fehlen. Sonst gut. – Papier nicht bei Haemmerle und Heijbroek / Greven. – Exceedingly rare Dutch poem, printed on the occasion of a wedding (no copies outside of the Netherlands), in its original large-sized limp paper binding, covered with an early and unrecorded brocade paper (not in Haemmerle nor Heijbroek / Greven), with the same paper used as paste-downs.
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Sachgebiete: Bibliophilie, Einbände, Niederlande , Papier/Buntpapier, Zeichnungen
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