Väterlicher und erstaunlich freundlicher Brief an seinen Sohn, den späteren König Friedrich II. Mit eigenhändiger Unterschrift 'FWilhelm', datiert Potsdam 12. Februar 1736. 13 Zeilen auf einem Blatt, 24 x 19,8 cm.
Der Soldatenkönig dankt dem damals 24jährigen Kronprinzen, seit 1732 Chef des Infanterieregiments von der Goltz in Ruppin: „Mein lieber Sohn. Ich habe Euer Schreiben vom 8ten dieses erhalten, und bin Ich völlig mit Euch einig in denen gedanken so Ihr über die Veränderlichkeit der menschlichen Freundschafft bey veränderlichen Umständen heget. Das present so Ihr Mir von dem schönen Muscat-Wein gemacht, ist Mir recht angenehm gewesen, und habe Ich schon angefangen, Eurer gesundheit Mich dabey zu erinnern. Ich bin allezeit mit ersinnlichster Liebe / Mein Lieber Sohn / Euer Sehr wohl affectionirter und getreuer Vater ...“. Die Adresse lautet: "An den Gen. Major des CrohnPrintz Liebden", das ist die barocke Anrede für den ranghöchsten Adjutanten im persönlichen Gefolge des jeweiligen Kronprinzen. Nach jahrelangen Vater-Sohn-Konflikten, die in dem Fluchtversuch 1730 kumulierten, war Friedrich in seinen Neuruppiner und Rheinsberger Jahren stetig bemüht, das Verhältnis zu seinem Vater – auch durch Geschenke – zu verbessern. Neben Tabak gehörte regelmäßig der von Friedrich Wilhelm I. sehr geschätzte Muskatwein zu den Präsenten. Zustand: Leicht gebräunt, Heftspuren am linken Rand.
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Sachgebiete: Autographen, Friedrich II., der Große, Preußen, Wein
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