Anonym: Louisens und Friederikens, Kronprinzessin, und Gemahlin des Prinzen Ludwig von Preußen, geborner Prinzessinnen von Mecklenburg-Strelitz, Ankunft und Vermählung in Berlin. Im December 1793. Mit Kupfern. Berlin, Wilhelm Dieterici, 1794. Das Frontispiz mit einem Portrait der Schwestern nach J. F. Tielker, 116 Seiten und 5 Kupfer, davon 2 ausfaltbar. Etwas späterer dunkelgrüner Leinwand-Band, Rücken mit goldgeprägtem Ornament, 20,2 x 13 cm.
Sehr seltener Bericht über den "Triumphzug der Einholung durch Bürger und Soldaten" (Günter de Bruyn, Preussens Luise. Vom Entstehen und Vergehen einer Legende, 2002, S. 11). Schadow sprach von "einem Zauber, der sich durch den Liebreiz der Schwestern über der Residenz ausbreitete und die Berliner durch die Frage entzweite, welche die Schönere von beiden sei." (a.a.O.). "Die Ankunft und Vermählung beider engelschönen Bräute der beiden ältesten Königsöhne, ..., schreibt der Dichter Fouqué ... gaben den Städten Berlin und Potsdam einen erhabenen Lichterglanz." (Zitiert nach Dagmar von Gersdorff, Königin Luise und Friedrich Wilhelm III., 1996, S. 50). Auch die Presse war begeistert: "Wie die ewig jungen Göttinnen der Freude saßen sie da (im Wagen), die schönen Schwestern, verneigten sich mit der freundlichsten Grazie von allen Seiten gegen das staunende Volk." (Journal des Luxus und der Moden, 1794, S. 49). Der vorliegende Bericht beschreibt die erste Bekanntschaft der Königlichen Paare, die Verlobung, die Vorbereitungen zum Empfang in Potsdam und Berlin, den Morgen des 22. Dezember, den Empfang in Schöneberg und Berlin, die Vermählung, die Medaillen und den Eintritt der Paare in ihr Palais. Als Beilagen sind abgedruckt die Ordnung des Einzugs, die überreichten Gedichte der Stände und Gewerke, die Namen der Begrüßenden an den Ehrenpforten, die Liste der paradierenden Bürger-Compagnien und Innungen, die Trauungsreden u.a.m. Der Anhang enthält Berichte über den Einzug in Potsdam. Die Kupfer zeigen den Triumphbogen, Medaillen mit Doppelportraits, die nach Vorgaben von Schadow errichtete Ehrenpforte und eine weitere Ehrenpforte. Provenienz: Titelblatt verso mit dem roten Stempel der Königlichen Bibliothek Ernst August von Hannover. Zustand: Sehr schönes Exemplar, minimal stockfleckig, sonst tadellos erhalten.
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