Sonnengott Ra (Buchstütze), 16 x 13,5 x 6 cm (Darstellung), 17,5 x 13,5 x 8 cm (mit Postament), patinierter Gelbguss, um 1935. - Nase leicht berieben, sonst sehr gutes Exemplar
- Das Licht des Wissens - Hier steht ein Werk der noch weitgehend ungeschriebenen Kunstgeschichte der Buchstütze vor Augen. Mit dem Aufkommen der bürgerlichen Bibliotheken entwickelte sich im 19. Jahrhundert diese neue Kunstgattung, die im Jugendstil und Art déco ihren Höhepunkt erlebte. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht den Anschein hat, bezieht sich die Darstellung auf die von der Buchstütze repräsentierte Bibliothek. Wir sehen den ägyptischen Sonnengott Ra, dessen Kopf in die Sonnenscheibe integriert ist. Ein Heiligenschein, der selbst die Quelle des heiligen Lichtes ist – schließlich ist Ra die Sonne selbst. Unter dem auf einer angedeuteten Stele präsentierten Kopf Ras ist ein Pflug zu sehen, der für die Kultivierung des Bodens einsteht und ein Sinnbild für die Kultivierung der Seele ist. Auf der Buchstütze dargestellt, ist der Pflug eine Allegorie des Lesens, da das Lesen, in Analogie zum Ziehen der Furchen, Zeile um Zeile erfolgt. Und gerade das Lesen ist eine Kultivierung der Seele, da es das göttliche Licht der Erkenntnis eröffnet, vermag die Bibliothek doch eben jenes ursprüngliche Wissen zugänglichen zu machen, das von der Buchstütze veranschaulicht wird. Die geometrisierte Form des Sockels und das Leitmotiv des Kreises weisen zusammen mit der symmetrischen Formstrenge der ägyptischen Motivik die Buchstütze als charakteristisches Werk des Art déco aus.
450,- EUR
Differenzbesteuert/Subject to margin taxation
Sachgebiete: Antiquitäten, Art deco , Plastik
Kontakt zum
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Telefon: 0176 226 19 112
Mail: contact@arcadia-art.de • Web: https://www.arcadia-art.de

Arkadien ist ein unerreichbarer Sehnsuchtsort, den einzig die Kunst zu veranschaulichen vermag. Begeben Sie sich auf eine Entdeckungsreise nach Arkadien – ins Reich der Kunst!
Bei der Werkauswahl ist stets mein ganz persönlicher Blick leitend, so dass kein Kunstwerk angeboten wird, welches ich nicht auch für sich selbst erwerben würde. Die Kunst hat sich mir von Kindesbeinen an mitgeteilt. Für mich ist es evident, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt und auch die Kunst ein Quell des Lebens bildet. Als Kunsthistoriker lasse ich den präsentierten Kunstwerken eine ihnen angemessene Betrachtung zuteilwerden und verbindet auf diese Weise Passion und Profession miteinander.
Bei Arcadia Art treffen heutzutage kanonisierte Künstler auf Künstler, die nicht mehr in derselben Weise im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, zu ihrer Zeit mitunter aber hoch geschätzt wurden und ihrer Wiederentdeckung harren. Auch in den weiten Feldern außerhalb der jeweils geltenden Kanonisierungen wird aufmerksam nach künstlerischer Qualität gefahndet, die sichtbar gemacht werden soll. Dabei hat die Grenzziehung zwischen Tradition und Moderne keine Gültigkeit.