Die bedeutendsten Götter der Griechen und Roemer. In vierzig Abbildungen. Wien, v. Reillyschen Kunstwerke Verschleiss Comtoir 1807. 8°. Durchgehend gestochenes Werk: Gest. Titel, 40 gest. Tafeln mit 3 gest. Zwischentitelbl., 1 gest. Registerblatt fehlt. Ln.-Bd. d. Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel. Kapitale u. Kanten etwas berieben. Spiegel mit priv. Kaufvermerk der 1970er Jahre. Etwas stockfleckig. Sehr gut erhalten.
Äußerst seltenes Kupferstichwerk zu den griechisch-römischen Göttern und Halbgöttern. Für uns über den KVK nur in der Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg/Frankfurt am Main nachweisbares Werk des Wiener Verlages "Reillysches Kunstwerke Verschleiss Comtoir". Franz Johann Joseph von Reilly bewirbt das Projekt am 28. Mai 1806 in der Wiener Zeitung (S. 2630-2631): "Wir haben im Deutschen mehrere gute und einige vortreffliche Götterlehren, aber sie haben meisten keine Kupfer bey sich, durch die das, was der Text sagt, näher bestimmt würde, man müßte denn nichts sagende Figürchen oder rohe Holzschnitte dafür gelten lassen. [...]. Doch solche [deutlichen] Abbildungen stecken nur in seltenen und Bänderreichen Werken großer Bibliotheken, weswegen den Liebhabern der Kunst die neue Sammlung willkommen seyn wird, die ich hier ankündige [...]. Daß bey diesen Kupfern alle Sorgfalt auf Aechtheit und Richtigkeit der Zeichnung, wie auch auf Reinheit des Stiches verwendet wurde, und daß sie auf dem weissesten und feinsten Baslerpapier warm abgedruckt werden, berühre ich nur kurz, weil jeder Liedhaber von heute an in den unten genannten Verlagsorten bereits zwey Blätter als Probe einsehen und sich demnach hiervon selbst überzeugen kann [...]. Das Werk erschien dann zunächst ab 12 Juni bis Ende Oktober 1806 in einzelnen Lieferungen, wobei die letzte Lieferung dann auch das auf 1807 datierteTitelblatt und die Zweischentitelblätter enthielt. (" Für jene, die nicht Willens sind, diese Kupfer unter Gläser zu bringen und damit die Wände eines Zimmers zu verzieren; sondern sie als Buch aufstellen wollen, erscheint mit Nr. .40 ein Haupttitel, [...]"). Die Kupfertafeln stammen von Sebastian Langer (1772-1841), der auch an anderen Verlagsprojekten von Reilly beteiligt war. Teils sind die Kupfer in der Platte signiert mit "S. Langer sc.". Das Frankfurter Exemplar weist eine andere Anordnung der Kupfertafeln auf.
650,- EUR
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Sachgebiete: Altertum, Antike, Geschichte, Klassizismus, Kupferstich
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