Berlin: Herbert Stuffer, 1927. 28 x 21 cm. 20 SS. 2 Bll. Farbig illustrierter Halbleinenband. Elsa Sofia Moeschlin (1879- 1950) war eine schwedisch- schweizerische Malerin und Autorin. Erste und einzige deutsche Auflage in 5 Tsd. Exemplaren.
In diesem Kinderbuch geht es um einen Jungen, der sich mit Hilfe seines Lieblingsspielzeuges aus der übermütterlichen Fürsorge in die weite Welt sehnt, ähnlich dem "Kleinen Häwelmann". Frau Möeschlin lässt schwedische Landschaften und in der Ausstattung schwedische Folklore mitschwingen und bleibt dabei im 20.Jahrhundert. "Der Junge erfährt, daß Hilfe von Fremden oft nur bei entsprechender Gegenleistung zu erwarten ist und man fern von der eigenen Heimat selten die Geborgenheit und das Glück empfindet, wie in der "wohlbekannten" familiären Umgebung. Die Autorin verschweigt nicht, daß eine Rückkehr nur durch Aufgabe der Freiheit-symbolisiert in der Trennung von dem jetzt wieder gewöhnlichen Holzpferd-erkauft wird, denn "das Leben ist eben nicht immer lustig". KJL S.491. Frau Moeschlin ist mit ihrer Farbauswahl und Technik dem Expressionismus sehr nahe. - Die oberen zwei Ecken etwas eingedrückt und berieben, auf Vorderdeckel am unteren Rand kleiner Kugelschreiberstrich, ansonsten sehr sauberes makelloses Exemplar.
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Sachgebiete: Expressionismus, Kinderbücher, Skandinavien
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