Die Abbildungen zeigen: Ansicht von Gießerei Gleiwitz?, Arbeiter an einem Meiler, Haus in Malapane, Piscorsine, geflochtene Haarkränze etc. Mehrere Blätter zeigen das Symbol des Bergbaus Schlägel und Eisen. Blattgröße 11 x 18 cm. 71 beschriebene Blätter, davon 3 doppelseitig, und 10 illustriert, dabei 1 Notenblatt, größteinteils mit Goldschnitt umrandet. Das Papier vielfach mit Wasserzeichen. Die losen Blätter sind sehr ungewöhnlich geschützt durch eine lederbezogene Hülle mit vier Dreiecken, gefaltet wie ein Brief der Zeit, und einem Leder-Futteral über Pappe. Beides verziert mit umlaufender Goldfilete. 12 x 19 cm. Die Empfängerin der Freundschafts-Bekundungen ist nicht zu ermitteln. Die Mehrzahl der Absender stammt aus dem Oberschlesischen Raum, besonders aus Friedrichsthal, der Creutzburger Hütte, des weiteren Schönwalde, Eisengießerei Gleiwitz, Breslau, Dombrowska, Piscorsine, Dittersbach etc.
Die Creutzburger Hütte wurde 1755 unter Friedrich II. (der Große) als Königlich Preußische Eisengießerei gegründet. Anfangs wurden Kanonekugeln und Munition, später Roh-Guss-und Schmiedeeisen hergestellt. Der für die Verhüttung erforderliche Bedarf an Holzkohle s. Abb. "Meiler" führte ab ca. 1772 zur Gründung vieler Holzfällerdörfer in der Umgebung, wie Zedlitz oder Podewils. Ein Teil der Adressaten gibt die Eißengießerei Gleiwitz an. Ebenso ein Königl. Preußischer Staatsbetrieb, gegründet 1796, der berühmt wurde durch seine hervorragende Produktion von Gemmen, Medaillen und Medaillons, sowie seine Skulpturen (Karl Friedrich Schinkel, Daniel Rauch). - Neben der Eisenhütte Malapapane gilt die Creutzburger Hütte als eine der Keimzellen der Industrialisierung in dieser Region.
750,- EUR
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Sachgebiete: Friedrich II., der Große, Preußen, Schlesien, Stammbücher, Technikgeschichte
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