Vorschläge zur Holzersparung durch Anleitung zu neuen Feuerungsarten in Oefen und Küchen. Breslau, gedruckt mit Graßischen Schriften, (1792). 1 ausfaltbares Frontispiz (sign.Firnnigus), 16 nicht nummerierte Seiten, 96 Seiten und 3 ausfaltbare, fein kolorierte Tafeln. Einfacher Pappband der Zeit, Rücken mit verblasster Mäanderband-Vergoldung, 17,8 x 12,5 cm.
Das Verzeichnis Deutscher Drucke des 18. Jahrhunderts schreibt das seltene Werk über eine ressourcenschonende Befeuerung von Kaminen und Feuerstätten dem berühmten Heeresreformer und Generalfeldmarschall August Wilhelm Neithardt von Gneisenau (1760 - 1831) zu (VD18 11909188). Da der Autor aber im Vorwort von „einem mehr als zwanzigjährigem Studium“ spricht, kann es sich kaum um den bekannten Sohn handeln, der 1760 geboren wurde und mit dem Studium der Holzöfen daher im zarten Alter von 12 Jahren angefangen haben müsste, sondern um den gleichnamigen Vater August Wilhelm Neithardt von Gneisenau (1734 - 1802). Auch die Berufsbezeichnung unter dem Autorennamen auf dem Titelblatt ‚Königl. Bau-Inspector‘ spricht für den Vater, der seit 1790 königl. preußischer Baumeister in Schlesien war. Trotzdem behauptet die KI bei der Online-Suche: „Lange bevor er als preußischer Generalfeldmarschall Geschichte schrieb, verfasste der damals junge Offizier dieses Werk, um durch modernere, effizientere Befeuerungstechniken der Holzknappheit entgegenzuwirken.“ Man sollte nicht alles glauben, was die KI so behauptet. Zustand: Rückenvergoldung verblasst, Einband berieben, Titelblatt mit 3 alten Stempeln ‚Schles. Vaterlaendische Gesellsch., Doublette aus der .... Bibliothek und RS‘, die Tafeln verso mit dem Stempel ‚RS‘, sonst innen schönes, kaum gebräuntes und nahezu fleckenfreies Exemplar.
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Sachgebiete: Architektur, Handwerk, Preußen, Technik, Technikgeschichte
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