Neuer Atlas bestehend In auserlesenen und allerneuesten Land-Charten über die Gantze Welt. und zwar erstlich Nach Astronomischer Betrachtung der Bewegung des Himmels in dem Systemate Copernico-Hugeniano Dann auch Nach der natürlichen Beschaffenheit und Geographischen Eintheilung der mit Wasser umgebenen allgemeinen Erd-Kugel/ in ihre besondere Monarchien/ Königreiche/ Staaten und Länder [et]c. = [Kupferstitel:] Atlas Novus Terrarum Orbis Imperia Regna Et Status exactis Tabulis Geographice demonstrans. Nürnberg, In Verlegung des Auctoris 1707. 52 x 35 cm. Kupferstich-Titel, typographischer Titel mit Kupferstich-Vignette, Register, 33 doppelblattgroße Kupferstich-Karten. Bis auf den typographischen Titel und das Registernblatt altkoloriert. Zeitgenössisches flexibles Ganzleder. Einband etwas berieben und bestoßen. Durchgehend leicht gebräunt, stellenweise etwas braun- und fingerfleckig, sonst gut erhalten.
Homann-Ausstellungskatalog Nürnberg 2002, passim. Vergleiche Sandler 58 (kennt einen Atlas dieser Ausführung nicht). Drucktitel und Registerblatt waren Sandler nicht bekannt. 1707, wie hier vorliegend, hatte Johann Baptist Homann seinen ersten Atlas veröffentlicht: „1707 war es dann so weit, er veröffentlichte seinen ersten Atlastitel, den Atlas über die gantze Welt, der unter 33 Welt-, Kontinent- und Länderkarten auch eine Darstellung des Sonnensystems enthält.“ (Homann 2002, S.35). Hier offenbar die von Markus Heinz vermutete Neuausgabe des ersten Homann-Atlas im Jahr der Erstveröffentlichung mit neuem Titelblatt. „Das Flaggschiff des Verlages war der Große Atlas, der den Großteil der angebotenen Karten enthielt. Seine Geschichte beginnt mit dem Atlas über die ganze Welt, den Homann 1707 zusammenstellte. Wahrscheinlich [! P.F.] noch im selben Jahr musste das Titelblatt neu aufgelegt werden (Neuer Atlas...), und bis 1714 erweiterte der Verlagsgründer den Inhalt kontinuierlich“ S. 135. Außer der Karte von Mailand (1702) undatiert. Die Karten allesamt in schönem, kräftigem und frischem Grenz- und Flächenkolorit, meist mit hübschen figürlichen Kartuschen in kontrastreichem Druck. Enthält: Himmelskarte (,Systema Solare"), Weltkarte in 2 Hemisphären (untere rechte Ecke etw. angerändert -geringer Textverlust in der Legende), Karten von Europa, Asien, Afrika, Amerika, Portugal, Spanien, Katalonien, Frankreich, Italien, Mailand, Savoyen, Neapel, Sizilien, Deutschland, Österreich, Bayern, Schwaben, Oberfranken, Unterfranken, dem Rheinland, Belgien, Holland, den Donauländern, Ungarn, Polen, Dänemark, Skandinavien, Rußland, der Türkei und Palästina.
12000,- EUR
Differenzbesteuert/Subject to margin taxation
Sachgebiete: Atlanten
Kontakt zum
Preister Straße 26 • 54662 Speicher
Telefon: +49 151 58505622
Mail: Antiquariat.Fritzen@t-online.de • Web: https://www.antiquariat-fritzen.com

Am Ostrand des ehemaligen Herzogtums Luxemburg, in der ehemaligen Backstube meines Elternhauses biete ich Ihnen ein breites Angebot historischer Landkarten und wertvoller Bücher, das sich besonders durch die Vielfalt an Graphiken aus Luxemburg und Trier auszeichnet. Ein weiterer Schwerpunkt sind seltene und wertvolle Bücher des 15. bis 18. Jahrhunderts. Gerne berate ich Sie beim Aufbau und der Pflege Ihrer Sammlung. Bei der Auswahl kleinerer oder repräsentativer Geschenke stehe ich Ihnen gerne hilfreich zur Seite. Am Ankauf von Bibliotheken und wertvollen Einzelstücken bin ich jederzeit interessiert.
Peter Fritzen, geb. 1958 in Speicher (Eifel), seit 1987, nach dem Studium der Kunstgeschichte in Trier und Wien, selbstständiger Antiquar, Mitglied im Verband Deutscher Antiquare (VDA) und der International League of Antiquarian Booksellers (ILAB). Neben meiner Tätigkeit als Händler bin ich Verfasser mehrerer Aufsätze und Beiträge u.a. zu buchhistorischen Themen. Die Tätigkeit als Gutachter und Berater für luxemburgische und deutsche Archive, Bibliotheken und Museen kommt hinzu. Ehrensache ist für mich die Unterstützung der regionalen Bibliotheken in Bezug auf Aufbau und Pflege der Sammlungen. Als stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde und Förderer engagiere ich mich besonders in der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier, die über einen überregional bedeutsamen, ja herausragenden Bestand an Handschriften und Inkunabeln verfügt.